Das Kristallgitter des Brennstoffes [innerhalb 6], Falls die Abschaltungsmöglichkeit des Reaktors doch ausfällt, muss sichergestellt sein, dass die Kettenreaktion nicht unkontrolliert eskaliert. Radkau zufolge gab es Anfangs eine öffentliche wie vor allem von bedeutender wissenschaftlicher Seite eine regelrechte Atomeuphorie, die den Staat zum Engagement in der Atomenergie drängte. B. Klimasplitgeräte, Kaltwassererzeuger, Wärmepumpen, Solarthermie, Kühltürme, Rückkühlwerke, RLT-Anlagen . 2 im Bild) sowie zugehörige Rückhalteeinrichtungen für flüssige und . Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls einer bestimmten Größe lässt sich jedoch nicht aus der Vergangenheit ablesen. Bislang kam es zu zwei Todesfällen im Umfeld der Kraftwerkskatastrophe, die durch den Tsunami und nicht die Strahlungswirkung begründet waren. Getötete oder durch Strahlung verletzte, erkrankte bzw. Die zugrundeliegende Studie (Hirschberg u. a. Es sind Zahlen wie diese, die Zweifel wecken, ob die Welt wirklich ernsthaft gegen die Klimakrise kämpft: Der globale CO₂-Ausstoß wird 2021 . Der Unfall ereignete sich während eines Versuches, jedoch außerhalb der Versuchsbeschreibung. Einige ihrer Merkmale - zum Beispiel eine Leistungsdichte von bis zu 100 MW/m³ (d.h. in einem Raum von einem (1) Kubikmeter wird eine thermische Energie von 100 MW = 1 Million Glühbirnen à 100 Watt freigesetzt) sowie eine hohe Betriebstemperatur und ein hoher Betriebsdruck - implizieren große Risiken. Der Kriterienkatalog der ENSREG wurde von ihm im Frühjahr 2012 nachträglich um die Frage nach Gefahren durch technische Entwicklungen von außen ergänzt, z. Nach der IEA-Studie ist Kernenergie deutlich sicherer als Kohle, Öl, Erdgas und vor allem Flüssiggas. [3] einen Ausfall des Stromnetzes, sowie die Betriebsfähigkeit von Notfalleinrichtungen prüfen und dabei das Störungsmanagement trainieren um anlagenspezifische Sicherheitsmängel aufzudecken. Die Hauptgründe, die zu den Unterschieden führen, sind. Kohlekraftwerk) über Dampfturbinen (Abbildung 1). Der Artikel fokussiert auf die Risiken der zivilen Nutzung der Kernenergie als Energieträger. Dazu kommen die Folgen von Harrisburg, Sellafield, Majak oder anderen Unfällen in AKW und anderen kerntechnischen Anlagen (siehe auch die Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen, die sich allein mit Fällen von Radioaktivitätsaustritten befasst). Die Beherrschung der Kernenergie setzt komplexe Sicherheitsphilosophien voraus. Atomkraftwerk abschalten - und dann? | DW | 14.09.2011 Materialmängel, Materialalterung (Stahl versprödet durch radioaktive Strahlung) oder menschliches Versagen können dennoch Ursachen für Störfälle, schwere Unfälle und Katastrophen sein. (Bild KKL) Sicherheit ist ein Prozess Die Kernreaktoren sind so gebaut, dass sie der Betriebsmannschaft selbst bei schweren Störfällen genügend Zeit zum Eingreifen lassen. Anfangs bestand ein öffentlicher, positiver Konsens über die Technologie und erhebliche Erwartungen an deren Wirkungsmöglichkeiten. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass ein GAU wesentlich wahrscheinlich ist als alle theoretischen Verfahren vorhersagen. [37] Nach diesen trifft man auf Basis von Unfallszenarien technische und organisatorische Vorkehrungen, die den Eintritt von theoretisch denkbaren Katastrophen ausschließen oder wenigstens äußerst unwahrscheinlich machen sollen. Die sicherheitstechnische Auslegung von kerntechnischen Anlagen wie die Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld beziehen sich auf vier zentrale Risikoabschnitte. Ältere Vergleiche berücksichtigen die Windenergie nicht bzw. Der gravierende Unfall von Kyschtym (Majak, 1957) ereignete sich in einer Wiederaufarbeitungsanlage. Die Reaktoren wurden zwar vom Erdbeben automatisch abgeschaltet, aber der Tsunami setzte die Kühlwassersysteme außer Betrieb. Die kommerzielle Nutzung von Kernreaktoren in der Stromerzeugung setzte erst später ein. Periodische Sicherheitsüberprüfung von Kernkraftwerken » ENSI Die neue deutsch-französische Gemeinschaftsentwicklung „European Pressurized Water Reactor“ (EPR) erfüllt diese Bedingungen anscheinend. Faktencheck: Ist Atomenergie klimafreundlich? | DW | 11.11.2021 Energiewissenschaftler prophezeiten dem Land bis zum Jahre 1985 eine nukleare Kraftwerksleistung von über 20000 MW. Durch vorhandene Auslegungsreserven werden bei geringfügigen Überschreitungen meist gar keine Folgen auftreten, doch wird dieser Bereich in den üblichen PSA nicht untersucht. Für Russland wurden damals Kosten von etwa 1.200 (!) Dessen ungeachtet hat die Kernschmelze bei Three Mile Island und deren letztendlich glimpflich verlaufende Eindämmung die Effektivität des dortigen Sicherheitskonzeptes mit gestaffelten Barrieren und mehrfachen Einrichtungen zum Schutz dieser Barrieren bestätigt. Dabei ist die PSA eines Kernkraftwerk dynamisch über seine Laufzeit: Sicherheitsmängel können durch Nachrüstung behoben werden, andererseits sind Abnutzung und Materialermüdung zu berücksichtigen – in besonderem Maße in den Anlagenbereichen, die von Radioaktivität betroffen sind. Etwa alle 10-20 Jahre ist mit einem solchen zu rechnen. [20], Joachim Radkau betont dabei, dass die Anti-Atom und Umweltbewegung keineswegs auf einschneidende Katastrophen, sondern viel mehr auf lokale Initiativen und Interessenvertretung vor Ort zurückginge. 13. In der Quantenforschung braucht man maßgeschneiderte elektromagnetische Felder, um Teilchen präzise zu kontrollieren - An der TU Wien zeigte man: maschinelles Lernen lässt sich dafür hervorragend nutzen. B. nach einer möglichen Gefährdung durch Flugzeugabstürze. Für die Sicherheit der kerntechnischen Anlagen in Deutschland sind die TÜV-Organisationen zuständig. 1993 wurde die Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen eingerichtet, die die Störungsberichte seit 1999 in einem Internetportal online stellt. Radkau zufolge war die Antiatombewegung in Deutschland damit eine rationale Reaktion auf Sorgen, die aus einer Kombination vieler Beobachtungen und Informationen entstanden. 241f., Paul Scherrer Institut, Wiederaufarbeitung in La Hague: Schleichende radioaktive Verseuchung und illegale Einleitungen, "Comparative Assessment of Severe Accidents in the Chinese Energy Sector", Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken – im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz 2007, Zusammenfassung der bisherigen PSA-Ergebnisse für den EPR durch die HSE, Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht, badische-zeitung.de, Nachrichten, Wirtschaft, 28. Einen vollständigen Ausstieg aus der Erzeugung von Atomenergie hatte zuvor bereits Italien durchgeführt, weitere Staaten wie Deutschland, Belgien und die Schweiz haben einen Atomausstieg angekündigt bzw. Heute weiß man, dass das keineswegs immer so ist. In friedhof offenbach öffnungszeiten. Daher sind Erfahrungen in anderen Anlagen bedingt übertragbar und werden in der nicht-öffentlichen IRS-Datenbank (International Reporting System for Operating Experience auch: IAEA/NEA Incident Reporting System) der Störungen ausgetauscht. Eine detaillierte Analyse aller Faktoren, die sich auf die Sicherheit einer geplanten Anlage auswirken, und zwar von Beginn an: d. h. Standortwahl, bewährte Konstruktion, hohes Qualitätsniveau beim Reaktordruckbehälter, Stand der Deep-Learning Konzepte und bei der Montage von Reaktorkomponenten sowie umfassende Simulation und Erprobung vor . Wenn ein Blitzschutzsystem vorhanden ist, müssen technische Anlagen, z. Die Planungsarbeiten erfolgten also schon parallel zur Inbetriebnahme des kleineren Kugelhaufenreaktors AVR in Jülich, was negativ zur Folge hatte, dass Betriebserfahrungen des AVR kaum in das THTR-Konzept einfließen konnten. Diese thermische Energie wird über eine Energieumwandlungskette in elektrische Energie umgewandelt. Die Zahlen aus unterschiedlichen Studien unterscheiden sich um Größenordnungen, da unterschiedliche Kriterien verwendet werden. Sicherheit in Kernkraftwerken - Kernenergie Zum Vergleich werden die unmittelbaren Todesfälle durch andere Energiequellen im Zeitraum 1969-1996 herangezogen, es handelt sich um 0,1 Todesfälle pro GWJahr für Gasturbinenkraftwerke, 0,3 für Kohlekraftwerke und 0,9 für Wasserkraft. Wie erfolgreich er ist, hängt von seiner Umsetzung ab. Die zugrundeliegende Studie (Hirschberg u. a. Dies bei maximaler Entfernung von menschlichen Siedlungen, nicht etwa mit einem einzelnen AKW oder den tatsächlichen Auswirkungen einer solchen Katastrophe wie etwa konkreten Todeszahlen oder dem Ausmaß von Umweltschäden; die Ergebnisse lassen sich daher auch so deuten, dass bei AKW-Unfällen trotz erheblicher Belastung und Schädigungen „weniger“ getan werden kann. Dabei ist auch festgelegt, dass die Beherrschung stets auch dann gewährleistet sein muss, wenn ein Gerät durch einen zusätzlichen, vom auslösenden Störereignis unabhängigen (technischen oder menschlichen) Fehler funktionsunfähig sein sollte (Einzelfehlerkriterium) und wenn ein zweites Teil-Gerät gerade in Reparatur sein sollte (Reparaturkriterium). Redoxvorgänge als Elektronenübergänge, Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen, Generation IV International Forum for Advanced Nuclear Technology (GIF), Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse, Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, THE INTERNATIONAL CHERNOBYL PROJECT - Overview, Technischer Bericht zum THE INTERNATIONAL CHERNOBYL PROJECT, Aktueller Lagebericht Gamma-Ortsdosisleistung, Meldepflichtige Ereignisse seit Inbetriebnahme, http://www.wmsym.org/archives/2000/pdf/36/36-5.pdf, http://www.hindawi.com/journals/stni/2011/589747/ref/, Erdbeben halten sich nicht an Risiko-Karten, WELT ONLINE, 11. Eine erhöhte Kontaminierung wird dabei ebenfalls wiederholt festgestellt (s. etwa Leukämiecluster Elbmarsch); es herrscht unter den sich gegenüberstehenden wissenschaftlichen Fraktionen allerdings Uneinigkeit darüber, ob diese erhöhte Kontamination in der unmittelbaren Umgebung der Kraftwerke tatsächlich von den AKWs herrühren kann, da dort solche Kügelchen nicht verwendet werden, oder doch eher auf Kernwaffentests oder die Katastrophe von Tschernobyl zurückzuführen ist. Da solche Zahlen für die Anzahl von „unfallbedingten“ Todesfällen pro erzeugter Energiemenge nicht berücksichtigt werden, scheint für Kernkraft die Todesrate bislang geringer als für andere Arten der Elektrizitätserzeugung. Operation Plowshare), Landwirtschaft und Ernährung dienen. Ein möglicher Mechanismus, der zum Versagen mehrerer Barrieren führen kann, ist eine Überhitzung des Reaktorkerns bis hin zum Schmelzen der Brennelemente (Kernschmelzunfall). Zusammen mit anderen Anforderungen, wie dem Fail Safe Prinzip (ein Fehler wirkt sich möglichst in die sichere Richtung aus) und Automatisierung (Vermeiden von Personalhandlungen unter Zeitdruck), wird insgesamt ein hohes Maß an Zuverlässigkeit der Störfallbeherrschung angestrebt. Eine ausgeprägt international arbeitende nationale Behörde ist die schwedische Strahlenschutzbehörde Strålsäkerhetsmyndigheten (vor 2008 SKI). In Goiânia waren knapp 93 g hochradioaktives Caesiumchlorid aus dem Caesiumisotop 137Cs von Schrotthändlern aus einer ehemaligen Klinik gestohlen worden und von den Dieben unter Freunden und Bekannten verteilt worden. Auch in der Sowjetunion war die wirtschaftliche Nutzung der Kernenergie eher ein Nebenprodukt der Kriegsforschung und grundlegendes kernphysikalisches und -technisches Wissen wurde im Rahmen der militärischen Atomforschung erworben. M. Tubiana, L. E. Feinendegen, C. Yang, J. M. Kaminski: United Nations Scientific Committee on the Effect of Atomic Radiation UNSCEAR, International Commission on Radiological Protection, ICRP, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen, mehrstufigen, fehlerverzeihenden Sicherheitskonzept“, Generation IV International Forum for Advanced Nuclear Technology (GIF), Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse, Centers for Disease Control and Prevention, Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung, Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse, Liste meldepflichtiger Ereignisse in deutschen kerntechnischen Anlagen, Liste von Störfällen in europäischen kerntechnischen Anlagen, Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen, Sicherheitsanforderungen an Kernkraftwerke, Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, THE INTERNATIONAL CHERNOBYL PROJECT – Overview, Technischer Bericht zum THE INTERNATIONAL CHERNOBYL PROJECT, Aktueller Lagebericht Gamma-Ortsdosisleistung, Kernkraftwerke in Deutschland – Meldepflichtige Ereignisse seit Inbetriebnahme der einzelnen deutschen Kernkraftwerke (Bundesamt für Strahlenschutz), Stand 13.04.2015, Vorlage:Webachiv/IABot/www.world-nuclear.org, http://www.hindawi.com/journals/stni/2011/589747/ref/, FAZ Gesellschaft 22. Als sehr sicher galt viele Jahre der Kugelhaufenreaktor nach Farrington Daniels und Rudolf Schulten. Im Folgenden wird daher nur auf die Störfallsicherheit von Kernkraftwerken eingegangen. Der Mensch kann zudem viele andere Gifte mit einem oder mehreren seiner Sinnesorgane wahrnehmen (zum Beispiel riechen oder schmecken), Strahlung hingegen nicht. Sowohl die Intensität des Erdbebens wie auch die Höhe der Flutwelle lagen weit über den Auslegungswerten dieser Anlagen. Die Betriebsvorschriften wurden vom Betriebspersonal nicht eingehalten. und der natürlichen Eintrittswahrscheinlichkeit getrennt werden können. 1 Geschichte 1.1 Wortherkunft 1.2 Technologiegeschichte 2 Generationen von Kernkraftwerken 3 Anzahl der Kernkraftwerke 4 Funktionsweise und Aufbau 4.1 Kernreaktor 4.2 Dampfturbine 4.3 Generator 4.4 Transformatoren 4.5 Hauptkühlmittelpumpe (DWR) und Zwangsumwälzpumpe (SWR) 4.6 Sicherheitsventile 4.7 Speisewasserpumpen 4.8 Lastanpassung Milliarden DM veranschlagt,[6] die Sanierung der Hinterlassenschaften der Wismut lag Stand 1998 demgegenüber bei etwa 13 Milliarden DM. Sie zeichnen sich aus durch: Mehr Effizienz durch einen geringeren Uranbedarf pro Kilowattstunde. unvoreingenommener als zuvor zu betrachten und zu bewerten. [2], Die erste sowjetische Reaktorbaulinie RBMK, die bei der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl weltweit bekannt wurde, bot aus kernphysikalischen Gründen bessere Möglichkeiten für den Bau von Kernwaffen als die im Westen kommerziell erfolgreichen leichtwassermoderierten Reaktoren.[2]. Gemessen an den hohen Erwartungen, wurden bis 1980 nur knappe vier Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 1760 MWe fertiggestellt. Alle Stör- und Unfälle in zivilen Kernkraftwerken müssen an die Internationale Atomenergiebehörde gemeldet werden. Im deutschsprachigen Raum bezeichnet man diese Vorrichtung nach dem seinerzeit amtierenden Bundesumweltminister Walter Wallmann als Wallmann-Ventil. Kernkraftwerke und andere kerntechnische Anlagen unterliegen einer zu anderen Technologiebereichen vergleichsweise strengen Kontrolle durch Atomaufsichtsbehörden. Kernkraftwerke sind ein im Jahr 1924 vom Physiker Enrico Fermi konstruierter Aufbau zur Produktion von Strom und Wärme. «Wenn man in einem Kernkraftwerk arbeitet, beschäftigt man sich nicht nur mit seinem effektiven Tätigkeitsfeld, sondern liefert zusätzlich auch interdisziplinären Arbeitsteams wichtigen Input oder kann sich in die Betriebsfeuerwehr einbringen. Diese sollen das Wasserstoffgas noch vor dem Erreichen der Explosionsgrenze durch Rekombination (katalytische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser ohne Funken oder Flamme) abbauen. B. Absturz) eines größeren Flugzeuges standzuhalten. Erst 1969 kam es zu der ersten Bestellung eines Kraftwerks durch ein Energieunternehmen, die RWE; der kommerzielle Durchbruch wurde mit Leichtwasserreaktoren amerikanischer Bauart realisiert.[7]. Die Sicherheitseinrichtungen wurden zum Teil abgeschaltet/überbrückt, um dieses Experiment zu ermöglichen. Wenn dieser GAU beherrscht wird, so meinte man früher, könne man auch alle anderen Störfälle sicher beherrschen. Selbst bei der Katastrophe von Tschernobyl wurden kaum mehr als das Äquivalent von hundert Tonnen Steinkohleeinheiten freigesetzt. B. Schilddrüsenkrebs und Immunschwäche), sowie Schädigungen des Erbgutes und damit in Zusammenhang gebrachte Behinderungen von Neugeborenen sind in diesen statistischen Vergleichen nicht berücksichtigt, weil derartige Schädigungen nicht mit einem Sterberisiko beschreibbar sind. Dazu wurde am 29. Atomkrise"Manches bleibt rätselhaft" Japan geht mit Erdbeben seit langem risikobewusster um als mit der Kernenergie. Die Radioaktivitätmenge aus den Aschen ist stark von den installierten Filtern abhängig und die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Aschen von Kohlekraftwerken sind zum größten Teil nicht von der radioaktiven Belastung verursacht. Eine Zerstörung des Kristallgitters in größerem Umfang ist durch Schmelzen des Reaktorkerns (oder eines erheblichen Teils davon) technisch möglich. Juli 1957 die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien gegründet. Bd. Bei ihrer Verletzung ist ein solcher nicht mehr zuverlässig ausschließbar. Der Reaktor enthielt 1700 t brennbaren Graphits, dessen Brand erst nach einer Woche gelöscht werden konnte. Die Inkorporation von Radionukliden erfolgt deshalb unbemerkt. [32][33][34], Die Europäische Arbeitsgruppe für nukleare Sicherheit (European Nuclear Safety Regulators Group, ENSREG) und ihrer Untergruppe WENRA[26] veröffentlichte am 25. Die Planungsarbeiten erfolgten also schon parallel zur Inbetriebnahme des kleineren Kugelhaufenreaktors AVR in Jülich, was negativ zur Folge hatte, dass Betriebserfahrungen des AVR kaum in das THTR-Konzept einfließen konnten. Deswegen ist die Verhinderung der Proliferation und des Missbrauchs von Kernbrennstoffen und radioaktiven Materialien über den gesamten Brennstoffkreislauf von zentraler Bedeutung. Auch die zweite Phase kostspieliger staatlicher Atomaktivitäten ging demnach von falschen Perspektiven aus.[7]. (1998): Severe accidents in the energy sector) des bereits weiter oben zitierten Paul-Scherrer-Instituts befasst sich in puncto AKW (S. 137-182) hauptsächlich mit geschätzten anfallenden Kosten für die überhaupt mögliche Schadensbegrenzung bei schlimmstmöglichen fiktiven Unfallszenarien in AKWs mit höchsten Sicherheitsstandards (die in der Studie auch in westlichen Ländern als selten erfüllt bezeichnet werden). geschönte Informationen über zwei der schwerwiegendsten Störfälle in Nuklearanlagen insbesondere in der UdSSR (Majak: Kyschtym-Unfall (1957), Tschernobyl (1986)) reduzieren die Aussagekraft von Statistiken, weil keine validen Schlüsse zu Kausalitäten (= Usache-Wirkungs-Zusammenhängen) gezogen werden können. Insgesamt rangierten deutsche Kernkraftwerke aber in der ersten Hälfte der untersuchten Anlagen, hinter einigen osteuropäischen Kraftwerken. Michiko Ishimure) weniger auf technische als gesellschaftliche Ursachen zurück. Dabei sollte eine sichere und friedliche Nutzung des radioaktiven Materials und der dazugehörigen Technologie gewährleistet werden. IAEA), die United Nations Scientific Committee on the Effect of Atomic Radiation UNSCEAR und die World Health Organization WHO; die Nuclear Energy Agency NEA der OECD, die International Commission on Radiological Protection, ICRP. Die „Reaktorunsicherheit“ (GAU) werde bürokratisch auf dem Papier zurechtgestutzt und es gebe keine „Sicherheits-Skala“.[39]. Dadurch würden die vier erstgenannten Barrieren zerstört und längerfristig möglicherweise auch die beiden restlichen Barrieren. Moderne deutsche Kernkraftwerke besitzen daher auch Schutzvorrichtungen gegen Explosionsdruckwellen, Hochwasser, Flugzeugabsturz und terroristische Angriffe und eine Statik, die mit Blick auf mögliche Erdbeben ausgelegt wurde. Den Grundsatz „Fehler unterstellen trotz Qualität“: Trotz generell hoher Qualität wird grundsätzlich ein (technisches oder menschliches) Versagen unterstellt und entsprechende Auffangmaßnahmen werden vorgesehen. Die bereits freigesetzten Mengen Radioaktivität im militärischen Bereich übersteigen die der zivilen Energiegewinnung um Größenordnungen. Juli 2012 (Seite 18, dapd). warum sind in einem kernkraftwerk sicherheitstechnische systeme mehrfach vorhanden. Eine 2012 erschienene Studie beim Max-Planck-Institut für Chemie bewertet das Risiko anhand bisheriger Erfahrungen mit Unfällen und nicht anhand von Schätzwerten. Viele der heute als Stand der Technik geltenden Verfahren und Maßnahmen sind Konsequenzen aus den ersten Jahrzehnten der Reaktortechnik, die zunächst zur Entwicklung von Atomwaffen diente. Aber auch nicht alle westlichen (oder deutschen) Reaktoren sind beispielsweise durch eine Stahlbetonhülle [1] geschützt, die stark genug wäre, um dem Aufprall (z. Die Studie listet für die Todesfälle aufgrund von Langzeitfolgen durch AKWs allein die Katastrophe von Tschernobyl und schätzt diese auf etwa 10.000 bis 100.000 Todesfälle, die bis heute unmittelbar auf die Langzeitfolgen von Tschernobyl zurückzuführen seien. In fast allen kommerziellen Leichtwasserreaktoren dienen sechs Barrieren zum Zurückhalten der radioaktiven Stoffe: Andere Reaktoren, insbesondere solche des ehemaligen Ostblocks, haben z. T. weniger und qualitativ schlechtere Barrieren. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima (ab März 2011) war in vielen Ländern Anlass, die Risiken neu bzw. Radioaktive Stoffe (= Radionuklide) können Menschen, Tieren und Pflanzen schaden und sie schnell ("Strahlenkrankheit") oder langsam (v.a. den Bedienungsmannschaften im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark sowie im finnischen Kernkraftwerk Olkiluoto weniger als eine Stunde Zeit, um eine unterbrochene Stromversorgung zur Aufrechterhaltung der zwingend notwendigen Reaktorkühlung wiederherzustellen. Dies bei maximaler Entfernung von menschlichen Siedlungen, nicht etwa mit einem einzelnen AKW oder den tatsächlichen Auswirkungen einer solchen Katastrophe wie etwa konkreten Todeszahlen oder dem Ausmaß von Umweltschäden; die Ergebnisse lassen sich daher auch so deuten, dass bei AKW-Unfällen trotz erheblicher Belastung und Schädigungen „weniger“ getan werden kann. Es ist insgesamt zweifelhaft, ob die riesigen Investitionen für die kerntechnische Grundlagenforschung aufgebracht worden wären, wenn in den frühen vierziger Jahren nicht militärische Überlebensfragen, sondern ungewisse Aussichten auf eine wirtschaftliche Nutzung der Kernspaltung auf dem Spiel gestanden hätten.